Blog | Georg Domke - Musiker aus Leipzig

Gedanken zu “Ich wollte dir noch sagen”

„Ich wollte dir noch sagen“ habe ich einer Person gewidmet, die mir mal sehr nahe stand. Mit dem Lied wollte ich ausdrücken, dass wenn diese Person mehr an mich und meine Musik geglaubt hätte, ich schneller mit dem Musikerdasein hätte zurecht kommen können. Ich habe letztens auf Facebook einen Post gelesen, den ich als wahr bestätigen kann: Wenn Promis Produkte auf den Markt bringen, werden sie sofort konsumiert und gekauft. Egal, ob Parfüm, Schuhe oder Kopfhörer. Es wird blind an Leute geglaubt, die zwar berühmt sind, aber die man nicht persönlich kennt. Wenn sich aber jemand aus dem Freundeskreis mit einem Kleinunternehmen selbstständig macht, wird er sofort verunsichert von Bekannten und Freunden im Sinne von „Hast du dir das [...]

2019-01-24T09:35:27+00:00

Gedanken zu “Kleine Melodie”

Die „Kleine Melodie“ ist etwas, das jeder mal verliert im Alltagsstress. Eine Sache ohne die das Leben eigentlich nicht mehr lebenswert ist. Sie ist der Glaube an sich selbst und die Gewissheit, dass alles was man tut aus einem guten Grund gemacht wird und nicht wie so oft dargestellt aus intrigantem Antrieb. Man ist kein „Böser“ nur wenn man die Schule zum kotzen fand und es schwerfällt der Masse hinterher zu laufen, weil man sich dabei einfach unwohl fühlt. Es gibt auch ein Leben neben der Systemkonformität! Die „Kleine Melodie“ ist diese kleine wichtige Sache, die einem dabei Halt gibt und Stärke verleiht diesen Kampf zu kämpfen. Sie kann aber nicht per Knopfdruck aktiviert werden und genauso wenig auf [...]

2019-01-24T09:36:13+00:00

Gedanken zu “Abschied”

Mit „Abschied“ habe ich ein Lied geschrieben für den Moment, in dem man sich endlich von Dingen in seinem Leben verabschiedet, die einen aufhalten, zu viel Zeit kosten und nicht weiter bringen, auch wenn die Idee noch so gut war und man es immer und immer wieder probiert. Das kann alles mögliche sein. Ein Hobby, ein Job, eine Geliebte. Ich habe mir vorgenommen drauf zu achten bestimmte Dinge nur ein paar Mal zu versuchen und mir dann bewusst zu werden: ich kann natürlich nach Belieben weiter machen und weiter versuchen, wenn ich das möchte; ich sollte mir aber im Klaren sein, dass die Option „Es wird nichts daraus“ durchaus real werden kann. „Abschied“ ist ein Befreiungsschlag ohne den gemachten [...]

2019-01-24T09:37:46+00:00

Liedentstehungsgeschichte von “In meiner Brust”

„In meiner Brust“ ist eine Kombination von 2 Songs. Musik und Text in den Strophen habe ich geschrieben und Refrain-Musik und -Text sind von Heisskalt, einer Band aus Stuttgart. Es ist sozusagen ein Feature, aber nur sozusagen, weil Heisskalt nicht weiß, dass ich einen Refrain von ihnen genutzt habe, um daraus ein eigenständiges Lied zu machen. Anstoß für das Ganze war ein Auftritt von Heisskalt zur 1000 Jahre Leipzig Feier 2015 auf dem Marktplatz in Leipzig. Heisskalt waren glaube ich Headliner am letzten Veranstaltungstag - jedenfalls spielten sie auf dem Marktplatz in Leipzig. Ich kam gerade vom Kino und hörte die Jungs deshalb nur zufällig und bekam auch nur das letzte Lied mit. Das letzte Lied war „Das bleibt [...]

2018-07-03T12:25:27+00:00

Liedentstehungsgeschichte von “Straßen ohne Seelen”

„Straßen ohne Seelen“ ist ein Lied für die junge Generation. Es soll Mut machen und dazu anregen auszubrechen, zu hinterfragen und sich aufzumachen um Neues auszuprobieren. In meinem Kopf spielte sich folgendes Szenario ab, als ich „Straßen ohne Seelen“ geschrieben habe: Ein junger Mensch wacht früh in seinem Bett auf und bemerkt, dass er allein in der Wohnung ist. Er steht auf und geht raus auf die Straße. Auch hier ist niemand; die Straßen sind menschenleer – es ist sozusagen keine Menschenseele zu sehen („Die Häuser wurden doch längst verlassen | Da ist nichts mehr, das sich regt | Straßen ohne Seelen“). So wurde auch der Name des Liedes geboren: Straßen ohne Seelen. Der junge Mensch sieht nun wie [...]

2019-01-24T09:22:50+00:00

Liedentstehungsgeschichte von “Rückenwind”

„Rückenwind“ ist eines der neueren Lieder. Mit diesem Lied möchte ich die Frage in unsere Köpfe rufen, warum wir eigentlich mit so einem schnellen Tempo durch das Leben jagen. Also im negativen Sinn zu viel Rückenwind haben. Mir fiel schon die letzten Jahre immer wieder auf, dass keiner eine Antwort darauf hat warum er das, was er tut, eigentlich tut und warum es jeden Tag in so einer Geschwindigkeit getan werden muss. Denn der Stress scheint ja nicht zu fruchten, denn sonst würde ja auch irgendwann mal eine Entschleunigung stattfinden. Zu der kam es aber bisher nicht. Das habe ich beobachtet und diesen Widerspruch wollte ich in „Rückenwind“ aufgreifen. Im 2. Refrain tauchen zwei Namen auf: Pannach und Kunert. [...]

2018-07-03T12:40:32+00:00

Liedentstehungsgeschichte von “Nachricht”

Dieses Lied habe ich für eine Freundin aus Kanada geschrieben. Ich war nach meinem Zivildienst 2009/2010 in Nordamerika. Erst 1 ½ Monate in New York und danach 2 Monate in Kanada – in der Gegend Fort Erie und Niagara Falls, wo ich auch meinen 20 Geburtstag gefeiert habe. Das Lied beschreibt den Moment, als ich an einem Abend mit dieser besagten Freundin auf dem Billard-Tisch ihrer Eltern lag. Nicht das, was du jetzt denkst. Wir lagen nebeneinander auf dem Rücken und schauten zur Decke und unterhielten uns. Sie wollte mich Deutsch sprechen hören, also habe ich ihr auf Deutsch meine Zuneigung ausgesprochen und einfach einige Sachen von mir erzählt. Ich glaube in dem Moment wollte ich gern, dass da [...]

2018-07-03T12:40:51+00:00