Mit „Abschied“ habe ich ein Lied geschrieben für den Moment, in dem man sich endlich von Dingen in seinem Leben verabschiedet, die einen aufhalten, zu viel Zeit kosten und nicht weiter bringen, auch wenn die Idee noch so gut war und man es immer und immer wieder probiert.

Das kann alles mögliche sein. Ein Hobby, ein Job, eine Geliebte. Ich habe mir vorgenommen drauf zu achten bestimmte Dinge nur ein paar Mal zu versuchen und mir dann bewusst zu werden: ich kann natürlich nach Belieben weiter machen und weiter versuchen, wenn ich das möchte; ich sollte mir aber im Klaren sein, dass die Option „Es wird nichts daraus“ durchaus real werden kann.

„Abschied“ ist ein Befreiungsschlag ohne den gemachten Versuch verteufeln zu müssen. Denn der Versuch hat ja erst das Bewusstsein und die Erkenntnis über die Situation gebracht. Also war er notwendig für die Entwicklung.

Im Fall von „Abschied“ ging es wie typisch im Singersongwritertum um das Verabschieden von einer nicht erwiderten Liebe. Also das typische war nicht das Verabschieden, sondern, dass es um eine nicht erwiderte Liebe ging.

Denn normalerweise wird viel zu lang an einer Situation festgehalten, in der es vermeintlich um Liebe geht, anstatt die Wahl „sich zu verabschieden“ zu treffen.
Man kann sagen es geht weniger um einen Abschied, der traurig machen könnte, als um das sich frei machen von einer Situation, in der Zwang und Druck vorherrschen. Etwas positives und nicht wie der Titel vermuten lässt, etwas trauriges.