„Ich wollte dir noch sagen“ habe ich einer Person gewidmet, die mir mal sehr nahe stand. Mit dem Lied wollte ich ausdrücken, dass wenn diese Person mehr an mich und meine Musik geglaubt hätte, ich schneller mit dem Musikerdasein hätte zurecht kommen können.

Ich habe letztens auf Facebook einen Post gelesen, den ich als wahr bestätigen kann: Wenn Promis Produkte auf den Markt bringen, werden sie sofort konsumiert und gekauft. Egal, ob Parfüm, Schuhe oder Kopfhörer. Es wird blind an Leute geglaubt, die zwar berühmt sind, aber die man nicht persönlich kennt. Wenn sich aber jemand aus dem Freundeskreis mit einem Kleinunternehmen selbstständig macht, wird er sofort verunsichert von Bekannten und Freunden im Sinne von „Hast du dir das gut überlegt?“ und „Glaubst du das klappt?“ usw. Kritik an den Großen wird selten geübt, aber die Kleinen, die man kennt und greifen kann, werden verbal zerrissen.

Als ich „Ich wollte dir noch sagen“ geschrieben habe, ging es mir nur um diese eine Person, die nicht an mich glaubte. Das ist viele Jahre her. Jetzt nach ein paar Jahren als Selbstständiger widme ich dieses Lied eher der Situation, die ich oben beschrieben habe. Unterstützt die Kleinunternehmer und putzt sie nicht runter! Sie machen ihre Arbeit mit Herz und können jede Unterstützung gebrauchen.

Für mich war der Schritt in die Selbstständigkeit, der der mir sehr viel Lebensqualität gebracht hat, die vorher nicht da war. Die Form von Freiheit, die ich mir damit erarbeiten konnte, ist unbezahlbar. Ich hätte mir aber einige Level an „Kalter Geschäftsinn“ sparen können und mir ein weniger dickes Fell zulegen können, wenn ich nicht so hart hätte kämpfen müssen dafür einfach da sein zu dürfen. So wie ich bin, ohne dass mich jemand verändern und gesellschaftskonform machen wollte. Nun habe ich aber dieses „dicke Fell“, das mich hat „kälter“ werden lassen. Aber das bin immer noch ich und es gehört zu mir, wie alle meine anderen inneren Anteile.